In Talusia, einer Welt in der Magie, Monster und Helden nichts ungewöhnliches sind, wird das Land Lamarge von der Droge Opitar heimgesucht. Rowena, die Anführerin einer Organisation die sich der Kult nennt besetzt in Mooncity den Posten des Stadtvorstehers.
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Sie erteilt ein paar unerfahrenen Abenteurern den Auftrag die Drogendealer zu finden und unschädlich zu machen. Die Träumer, so nennt sich eine weitere Organisation und sie scheint sehr tief in diesem Fall verwickelt zu sein. Gerüchte besagen das in Orten wie Elfrad, in denen offensichtlich Opitar als Hauptnahrungsmittel angesehen wird, die Träumer sehr beliebt sind und der Kult mit Schimpf und Schande überzogen wird. 6 zukünftige Helden machen sich nun auf, dieses Land oder sogar die ganze Welt, von dem Einfluss dieser schrecklichen Droge zu befreien. Damit alle Menschen wieder der wahren Wirklichkeit mit all ihren Monstern und Gefahren klar ins Auge blicken können.
Die Charaktereigenschaften:
Bei der Charaktererstellung wird jedem der 6 Partymitglieder einer der Berufe "Priester, Magier, Kämpfer oder Samurai" und eine von 4 möglichen noch nie gehörten Fantasierassen zugeteilt. Durch Zufall werden nun Punkte für die Fähigkeiten "Stärke, Geschick, Intelligenz und Charisma" und "Body, Mind und Magic" ermittelt. Body und Mind werden hier als Lebenspunkte angesehen. In Kämpfen gibt es Psi- und Body- Angriffe. Wird ein Monster oder Held mit Psi getroffen, werden Mind-Lebenspunkte abgezogen. Bei normalen (Body) Angriffen vermindern sich eben die Body-Lebenspunkte. Jeder bekommt noch per Zufall eine Fähigkeit dazu. Von diesen Fähigkeiten gibt es für jeden Beruf 6 verschiedene. Heilung ist z.B. eine Priesterfähigkeit und heilt alle 1,5 Min. einen Lebenspunkt bei allen Partymitgliedern.
Wenn ein Held genug Erfahrungspunkte im Kampf oder durch einen der wenigen Aufträge erreicht hat, kann er in Schloß Attic eine Stufe aufsteigen. Durch Zufall werden hier wieder Punkte auf alle Fähigkeiten verteilt und mit Glück erlernt er sogar eine der 6 berufspezifischen Fähigkeiten dazu.
Das Zaubersystem:
Gezaubert wird hier äußerst selten da man erst Runen und deren Kombinationen finden muss.
Erst wenn man durch das richtige befragen der richtigen Leute oder durch das finden bzw. kaufen von Schriftrollen zu einer Runenkombination gekommen ist, kann man in einen der 3 Tempel auf Lamarge reisen um dort den Zauber zu lernen. Jeder Beruf kann andere Zauber erlernen. Für meine asiatischen Helden habe ich leider im ganzen Spiel keinen passenden Spruch finden können und von den ca. 100 möglichen Sprüchen hat mein Magier 3 und mein Priester 2 erlernen können. Alle Zauber, auch die Heilzauber, können nur im Kampf gezaubert werden.
Der Kampf:
Rechts neben dem kleinen Bildausschnitt wird in reinem Text der Kampfablauf heruntergescrollt. Da die Monster in hintereinanderstehenden Gruppen angreifen und manche Monster Psi- oder Body- immun sind kann man eine gewisse Taktik im Kampf anwenden. So ein Kampf kann schon mal 15 Min. dauern und alles wird rechts genau dokumentiert. Nichts davon kann abgebrochen werden und da man sehr oft kämpfen muss sitzt man oft rum und wartet und wartet und wartet......
Die Handlung:
Es gibt wie bei allen alten Rollenspielen keine Karte und das ist auch gut so. Also Bleistift anspitzen und los geht’s. Es gibt nicht sehr viel zu Zeichnen, weil die Spielwelt nicht groß ist.
Ich glaub so ungefähr 3 große und 2 kleine Städte, eine Burg, einen Turm und eine andere Dimension müssten es gewesen sein. In den Städten läuft man von Haus zu Haus und betrachtet dabei immer wieder die selben Bewohner (sind das hier alles Geschwister?). Sehr selten hat mal Jemand was interessantes zu sagen. Mit manchen Leuten kann man aber schon einen Dialog führen. Man gibt ein Wort ein und im seltensten Falle ist die Antwort hilfreich.
Es gib Kneipen: "Essen, Trinken und Gespräche", Läden: "Verkauf und Ankauf von Rüstung, Waffen, Tränken, Rationen und besonderen Dingen", Kloster: " hier kann gespeichert werden" und Heiler: "Heilung für Bares". Außerhalb der Stadt befindet man sich auf einer ortlosen Landkarte die man nur mit aufgeladenem Landkristall betreten darf. Hier ist zwischen angreifenden Monsterhorden mit viel Glück auch mal ein Ort zu finden der erst dann auf der Karte erscheint wenn man pixelgenau drauftritt. Die Party jagd von Ort zu Ort um im ganzen Spiel 2-3 Aufträge zu erledigen. Wenn die zeitfressenden Kämpfe nicht währen, würde das Spiel nur 2 Wochenenden dauern. Rätsel gibt es eigentlich keine zu lösen. Nur in den dungeonarigen Orten steht man ab und zu mal da und muss mit dem Kopf die Wände einrennen um Geheimgänge zu finden. Auch ein paar Drehscheiben und Knöpfe sind dort platziert. Na, und der Endkampf ist einer der leichtesten Kämpfe im Spiel.
Fazit:
Ein Rollenspieler wie ich, der gerne alte sowie auch neue Rollis spielt, kann an so einem, auch für 1990 nur bestenfalls mittelmäßigem Spiel, seine begrenzte Freude haben.
Mir fehlt hier eine richtige Story mit herausfordernden Aufträgen und einer tieferen Handlung. Das Magiesystem mit den Runen ist gut, nur nützt es nichts wenn man keine Kombinationen zum zaubern findet. Die Kämpfe...hmpf...ja, die Kämpfe sind reine Nervensache. Trotzdem gefiel mir die Taktik mit den 2 verschiedenen Angriffsarten.
Ganz schlecht fand ich das es keine richtigen Rätsel und auch keinen herausfordernden Endkampf gab.
Nostalgie pur eben und nichts für Gelegenheitsrollenspieler.
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